Wie kann ich meinen Hund geistig fordern?

Hund geistig fordern

Wenn du einen Hund hast, reicht es nicht aus mit ihm nur Gassi zu gehen. Ein Hund braucht neben der Körperlichen Auslastung ebenso Kopfarbeit. Aber auch bei schlechtem Wetter, wenn die Spaziergänge etwas kürzer ausfallen, kann Kopfarbeit für Hunde eine gute Alternative darstellen. Doch wie kann man einen Hund geistig fordern oder auslasten?

Wenn du deinem Hund keinen ausgiebigen Spaziergang bieten kannst, ist Kopfarbeit für Hunde eine willkommene Alternative. Das einfache Erlernen von Signalen oder Kommandos ist Kopfarbeit und dient dazu deinen Hund geistig zu fordern. Bei schlechtem Wetter kannst du also ganz einfach die klassischen Signale wie Sitz, Platz, Bleib, Decke usw. bequem im Wohnzimmer trainieren, festigen oder auch erweitern und so deinen Hund geistig fordern.

Warum du deinen Hund geistig auslasten solltest!

Hund sind von Natur aus sehr neugierig und verfügen über verschiedenste Fähigkeiten. Wenn du diese nicht förderst, verkümmern sie. Hunde werden nicht umsonst in den verschiedensten Situationen als Helfer eingesetzt.

Zum Beispiel als Suchhunde oder Spürhunde. Auch bei Hunden gilt wie bei uns Menschen, dass die geistigen Fähigkeiten regelmäßig gefördert und gefordert werden müssen, um diese nicht zu verlieren.

Zusätzlich sind viele Rassen einfach für spezielle Tätigkeiten gezüchtet. Wenn du mit einen klassischen Such- oder Spürhund keine Nasenarbeit machst sondern nur Gassi gehst ist das gegen seine Natur. Hunde brauchen die geistige Auslastung ebenso wie die körperliche. Das variiert natürlich von Rasse zu Rasse.

Wie lange kann ich mit Kopfarbeit mit meinem Hund trainieren?

Wie lange du deinen Hund mit Kopfarbeit beschäftigen kannst, hängt stark von der Rasse und dann zusätzlich von der individuellen Hundepersönlichkeit.

Du solltest also einfach austesten, wie lange dein Hund Spaß hat an der Arbeit mit dir und wie lange er konzentriert mitarbeiten kann und will. Aber ein paar Minuten Kopfarbeit am Tag reichen oft schon aus um deinen Hund geistig auszulasten und zu fordern.

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Warum du deinen Hund zu Hause geistig auslasten solltest

Kopfarbeit für Hunde bedeutet, dass sie sich konzentrieren müssen. Wenn du also deinen Hund geistig auslasten möchtest ist es empfehlenswert diese Übungen in gewohnter Umgebung zu absolvieren in denen dein Hund so wenig Ablenkung wie möglich hat.

Wenn du mit deinem Hund diese Übungen draußen trainierst, sind fremde Gerüche, Geräusche andere Menschen oder Hund alles mögliche Ablenkungen die deinen Hund daran hindern sich zu konzentrieren.

Wie kann ich meinen Hund geistig fordern?

Hier stelle ich dir Möglichkeiten vor, wie du deinen Hund geistig fordern kannst ohne zusätzlich Geld auszugeben. (-> Was kann ich meinem Hund beibringen?)

Erlernen von Signalen / Kommandos

Die einfachste Art deinen Hund geistig zu fordern ist das Erlernen und Festigen von Kommandos und Signalen.

Du kannst also bei schlechtem Wetter dein Training in das Wohnzimmer verlegen und deinem Hund die verschiedensten Grundkommandos beibringen. Dazu zählen unter anderem, Sitz, Platz, Bleib, Decke.

Sobald die Grundkommandos sitzen, kannst du sie um das Halten des Kommandos erweitern. Dein Hund bleibt also so lange im Sitz oder Platz bis du das Kommando auflöst.

Eine weitere Erweiterung wäre, dass du eine Ablenkung einbaust. Wenn dein Hund also im Platz liegt und wartet, dass er das Freigabe Signal bekommt, kannst du einen Ball an ihm vorbeirollen. Deiner Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt.

Wenn dein Hund die Kommandos als Rufzeichen erlernt hat kannst du diese mit einem Sichtzeichen verbinden – wenn du es nicht automatsch schon gemacht hast.

Bei uns geht zum Beispiel das Kommando „Sitz“ immer in Verbindung mit dem gestreckten Zeigefinger. Du kannst deinem Hund jetzt beibringen, dass er nur auf das „Sichtzeichen“ das Kommando ausführt. Die Entfernung in denen du das Kommando zeigst, solltest du dann von Mal zu Mal erhöhen.

Irgendwann kannst du dann deinen Hund aus 10 oder 20 Meter Entfernung in das „Sitz“ oder „Platz“ bringen. Das ist vor allem sinnvoll wenn du deinen Hund frei laufen lässt. Läuft dein Hund dann vor und es nähern sich Passanten kannst du ihn kurz rufen und ihn durch das Handzeichen in due gewünschte Position bringen.

Allein das Ausführen und Erlernen von Signalen ist mental anstrengend für deinen Hund und lastet ihn aus.

Tricks

Wenn du neben „sinnvollen“ Kommandos deinem Hund auch Tricks beibringen möchtest, dient das ebenfalls zur geistigen Auslastung und stellt Kopfarbeit für deinen Hund dar.

Der Klassiker ist zum Beispiel das High Five / Pfötchen geben. Aber auch wenn dein Hund durch deine Beine laufen soll oder sich einmal um die eigene Achse drehen soll, stellt das Erlernen dieser Tricks hohe geistige Anforderungen an deinen Hund.

Hund geistig fordern
© melounix-stock.adobe.com

Wie kann ich meinen Hund in der Wohnung beschäftigen?

Das oben beschriebene Erlernen von Kommandos und Tricks ist natürlich nur eine Form deinen Hund drinnen zu beschäftigen. Der große Vorteil, deinen Hund damit in der Wohnung zu beschäftigen ist, dass die Ablenkung sehr gering ist und die Aufgaben schneller erlernt werden können.

Weitere Spiele um deinen Hund drinnen zu beschäftigen sind neben den bereits erwähnten zum Beispiel:

Suchspiele:

Spiele mit Futter. Bring dein Hund ins Sitz oder Platz und verstecke Leckerlies in der Wohnung und lasse ihn suchen. Das hört sich genauso simple an, wie es ist. Ausreden, wie „ich hatte keine Zeit“ oder so kommen hier nicht an.

Noch einfacher ist es, wenn du von deinem Sofa einfach ein Leckerchen in einer Ecke des Raums wirfst und dein Hund es suchen muss.

Sobald er das Leckerchen hat, wirfst du ein weiteres in eine andere Ecke und schon startet das Suchspiel für deinen Hund. Die meisten Hunde lieben Leckerchen und haben Spaß an der Sucharbeit.

Natürlich funktioniert das nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Garten oder im Wald. Hier reichen oft 5-7 Minuten aus.

Das „Suchspiel“ beendest du dann mit einem Signalwort wie „Schluß“.

Wenn dein Hund sehr schnell lernt, kannst du auch eine flache Plastikschüssel/Tupperdose mit Leckerchen befüllen und daran eine kurze Leine oder Kordel befestigen. Die Tupper platzierst du dann unter der Couch und lässt nur die Kordel herausgucken. Du musst jetzt deinem Hund vermitteln, dass er mit der Pfote oder Schnauze an der Kordel ziehen muss um an die Leckerchen zu kommen.

Schnüffelspiele

Ähnlich wie beim Suchspiel versteckst du diesmal Leckerchen in zusammengeknüllten Stoffen oder nutzt einen speziellen Schnüffelteppich.

AWOOF Schnüffelteppich *

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Frustrationstoleranz steigern

Es ist für Hunde eine extreme geistige Anstrengung, wenn sie ein Leckerchen nicht haben dürfen welches genau vor ihnen liegt.

Bring dein Hund also ins Sitz oder Platz und platziere ein Leckerchen direkt vor ihm mit dem Kommando „Nein“. Erst wenn du das Kommando auslöst, mit „OK“ oder „Nimm“ darf dein Hund ans Leckerchen.

Diese Übung lässt sich problemlos 2x am Tag in den Alltag integrieren. Nämlich beim Füttern. Stelle deinem Hund den Napf hin und er darf erst fressen, wenn du das Kommando gibst. So hast du täglich ohne zusätzlichen Aufwand direkt Kopfarbeit für deinen Hund integriert.

Wie kann ich meinen Hund geistig fordern
© Yakobchuk Olena-stock.adobe.com
Frusttrationstoleranz Training
Sansa und Malou beim Training

Körperschulung

Bei der Körperschulung bringst du deinen Hund dazu, zum Beispiel auf einen Gegenstand zu steigen. Dafür kannst du zum Beispiel eine Klappbox nehmen die in fast jedem Haushalt zu finden ist. Variieren kannst du es zum Beispiel in dem dein Hund nur mit den Vorderfüßen auf die Kiste soll oder sich auf der Kiste drehen soll.

Hund geistig beschäftigen
© otsphoto-stock.adobe.com

Agility Tunnel

Auch in einem kleinen Wohnzimmer hat man in der Regel Platz um einen Agility Tunnel, zumindest sehr klein aufzubauen. Bringe deinen Hund, mit Leckerchen, dazu durch den Tunnel zu gehen und verbinde das mit einem Signalwort wie zum Beispiel „Tunnel“.

Mit der Zeit sollte dien Hund bei dem Kommando „Tunnel“ durch den Agility Tunnel laufen.

Trixie Agility Tunnel*

Kong

Ein Klassiker wie du deinen Hund in der Wohnung beschäftigen kannst ist der Kong. Befülle deinen Kong mit größeren Leckerchen, so dass diese nicht einfach rausfallen können, und dein Hund ist lange beschäftigt.

Das ist ebenfalls ein Hilfsmittel um seinen Hund das Alleine bleiben beizubringen. (-> Kann ein Hund 8 Std alleine bleiben?)

Kong Red*

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Fazit: Wie du deinen Hund geistig fordern kannst!

Am einfachsten ist das erlernen und festigen von Grundkommandos. Aber auch Such- bzw. Schnüffelspiele sind perfekt um deinen Hund geistig auszulasten und zu beschäftigen.

© BublikHaus-stock.adobe.com (Beitragsbild)

Gründer und Autor von die-hunde.com

Marco

Ich bin Marco und lebe mit meiner Familie und unseren 3 Hunden (1 x Cane Corso und 2 x Broholmer) im Münsterland. Auf diesem Blog möchten wir unser Wissen und unsere Erfahrungen rund um das Thema Hunde teilen.

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