Herdenschutzhunde Rassen im Überblick (+Bilder)

Herdenschutzhunde Rassen im Überblick

Herdenschutzhunde gehören zu den ältesten Hunderassen und werden seit Jahrhunderten zur Bewachung von Nutztieren eingesetzt. Ihre Aufgabe besteht darin, Herden vor wilden Tieren wie Wölfen oder Bären zu schützen und sie bei Bedarf zu verteidigen. Doch welche Hunderassen gehören zu den Herdenschutzhunden und welche Eigenschaften zeichnen sie aus? In diesem Blogartikel werfen wir einen Überblick auf die bekanntesten Herdenschutzhunderassen und ihre besonderen Merkmale. Außerdem beleuchten wir, welche Faktoren bei der Auswahl eines Herdenschutzhundes zu berücksichtigen sind und welche Herausforderungen bei der Haltung dieser Rassen auf einen zukommen können.

Bekannte Herdenschutzhund Rassen sind zum Beispiel der Kangal, der ungarische Kuvasz oder der Pyrenäen Berghund aus Frankreich. Es handelt sich bei Herdenschutzhunden um große, eigenständige und selbstsichere Hunderassen deren Aufgabe ist Viehherden vor Angreifern wie zum Beispiel Wölfen zu schützen.

Was sind Herdenschutzhunde?

Herdenschutzhunde sind große und kräftige Hunde, die zur Bewachung und zum Schutz von Viehherden eingesetzt werden.

Voraussetzungen neben der Größe und Stärke waren eine gewisse Selbstständigkeit sowie Durchsetzungsvermögen.

Im Gegensatz zu Wachhunden, die bei Gefahr in erster Linie Alarm schlagen mussten Herdenschutzhunde bei Gefahr direkt auf den Angreifer gehen. Das können neben kleineren Tieren wie zum Beispiel Füchsen oder Coyoten auch mal Wölfe oder Bären sein.

Herdenschutzhunde sind eigenständig, willenstark und nicht leicht zu erziehen und daher nicht unbedigt für Anfänger geeignet. Auch als Familienhund eignen sich Herdenschutzhund Rassen nur bedingt. Sie können Famiklienhunde werden, allerdings ist eine konsequente Erziehung und Sozialisierung von Beginn an notwendig.

Hundeerfahrung sollte ebenfalls mit eigenständigen und willensstarken Hunden vorhanden sein. Wer zum Beispiel 10 Jahre einen Golden Retriever hatte, hat nicht zwingend ausreichend Erfahrung für einen unabhängigen Herdenschutzhund.

Vorteile von Herdenschutzhunden

Ein wesentlicher Vorteil von Herdenschutzhunden ist, dass man sich um sein Haus oder Grundstück keine Gedanken machen muss.

Wenn du zum Beispiel irgendwo außerhalb auf einem Hof wohnst, brauchst du keine Alarmanlage. Der ausgeprägte Wach- und Schutzinstink der verschiedenen Herdenschutzhund Rassen reicht vollkommen aus um ungebetene Besucher fern zu halten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Herdenschutzhunde andere Tiere des Haushalts ebenfalls beschützen und gut mit ihnen zusammenleben können. Genau das ist ja ihre Aufgabe.

Nachteile von Herdenschutzhunden

Jede Hunderasse hat Vor- und Nachteile. Das gilt natürlich auch für die verschiedenen Herdenschutzhunde Rassen.

Der ausgeprägte Schutz- und Wachinstinkt ist nicht nur ein Vorteil, sondern gleichzeitig ein Nachteil. Eine konsequente Erziehung und Sozialisierung ist unbedingt erforderlich, damit die Instinkte keinen Schaden anrichten.

Außerdem, kann es für Besucher auch mal nicht so einfach sein vorbei zukommen. Wenn ich überlege, dass bei uns Gäste einfach mal durch den Garten kommen, kann das schon kompliziert werden wenn dort ein großer Herdenschutzhund am Gartentor wartet.

Nachfolgend stelle ich dir die bekanntesten Herdenschutzhunde Rassen vor.

Welche Herdenschutzhunde Rassen gibt es?

#1 Kangal

SteckbriefKangal
HerkunftTürkei
Größe / Gewicht71-81 cm / 40-65 kg
Lebenserwartung12-14 Jahre
Fell- / Fellfarbedickes, raues Deckhaar, dichte Unterwolle /
falb, grau mit schwarzer Maske (aber alle Farben erlaubt)
Charaktereigenschaftenausgeglichen, intelligent, loyal
Als Familienhund geeignet?Ja mit Einschränkungen (Erfahrung)

Eine der bekanntesten Herdenschutzhunde Rassen ist der Türkiusche Kangal. Mit bis zu 81 cm und 65 kg ist es ein imposanter Hund, der durchaus in der Lage ist Viehherden wie Schafe oder Ziegen vor potentiellen Angreifern zu beschützen.

Da der Kangal bisher zum Glück nie auf Äußerlichkeiten gezüchtet wurde handelt es sich um eine seht gesunde und Robuste Rasse mit einen hohen Lebenserwartung von 12-14 Jahren.

Der Kangal ist definitv kein Hund den sich jeder zulegen sollte nur weil er einem optisch gefällt. Der Kangal ist dazu gemacht eigenständig zu denken und zu handeln. Genau das ist seine Aufgabe beim Schutz der Viehherden. Denn dort war er in der Regel Nachts alleine und musste bei potentieller Gefahr reagieren.

Aufgrund ihrer Eigenständigkeit, ihrer Kraft, Größe und ihres ausgeprägten Schutzinstinktes ist eine liebevolle, aber dennoch konsequente Erziehung unbedingt erforderlich. Für Anfänger ist diese Rasse definitv nicht zu empfehlen.

Allerdings sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, dass ein Kangal dank seines eigenwilligen Charakters niemals zu 100% gehorchen wird.

Er kommt in der Regel, logischerweise gut mit anderen Tieren aus, denn seine Aufgabe ist es ja diese zu beschützen.

Der Kangal ist kein typischer Familienhund. Mit der richtigen Sozialisierung und Erziehung von Beginn an, kann aber auch ein Kangal zusammen mit Kindern leben. Dennoch gibt es sicherlich besser Alternatives als Familienhund wenn man einen großen Hund möchte. Siehe dazu meine Auflistung der Molosser Rassen.

#2 Kuvasz

Der Kuvasz ist eine ungarische Herdenschutz Rasse
@ slowmotiongli-depositphotos.com
SteckbriefKuvasz
HerkunftUngarn
Größe / Gewicht66-76 cm / 37-62 kg
Lebenserwartung12 Jahre
Fell- / Fellfarbemittellang, weiß
Charaktereigenschaftenmutig, treu, zuverlässig, eigenwillig, furchtlos
Als Familienhund geeignet?ja, wenn er konsequent erzogen und sozialisiert wird

Der Kuvasz ist ein aus Ungarn stammender Herdenschutzhund, der dort zum Hüten und Bewachen von Schafsherden eingesetzt wurde.

Er musste seine Viehherde nicht nur gegen natürliche Feinde wie zum Beispiel Wölfe verteidigen sonder auch gegen Diebe. aus diesem Grund hat er ein natürliches Misstrauen gegen Fremde.

Aufgrund seines Wachtriebs und ausgeprägten territorialen Verhaltens eignet sich der Kuvasz ebenfalls als guter Wachhund auf zum Beispiel großen Höfen.

Wie die meisten Herdenschutzhunde Rassen ist auch der Kuvasz nur bedingt als Familienhund geeignet. Voraussetzung ist, dass man Erfahrung mit willensstarken Hunderassen hat, die Erziehung und Sozialisierung von Beginn an ernst nimmt und konsequent durchzieht. Ein Kuvasz hat eine hohe Reizschwelle und zeigt besondere Zuneigung und Anhänglichkeit zu seiner Familie.

Dann kann auch der Kuvasz ein toller Familienhund werden. Denn wenn man sich etwas auf die Suche begibt, findet man ausreichend postive Beispiele die das belegen. Der Kuvasz als ursprünglicher Herdenschutzhund stellt dann die Familie an stelle der nicht vorhandenen zu schützenden Herde.

#3 Pyrenäen Berghund

Pyrenäenberghund ist ein Herdenschutzhund
@ slowmotiongli-depositphotos.com
SteckbriefPyrenäenberghund
HerkunftFrankreich
Größe / Gewicht65-80 cm / 40-70 kg
Lebenserwartung12 Jahre
Fell- / Fellfarbemittellang, weiß
Charaktereigenschaftensanft, unabhängig, treu, freundlich, beschützerisch, wachsam
Als Familienhund geeignet?ja sofern er gut erzogen und sozialisiert wird. (Link zum kfuh.de)

Der Pyrenäenberghund gilt als sanftmütiger Kuschler, der den Kontakt zu seiner Familie liebt. Auf der anderen Seite handelt es sich um einen wachsamen Beschützer der sich ohne zu zögern jeder Gefahr in den Weg stellt. Genau das ist seine ursprüngliche Aufgabe als Herdenschutzhund.

Der Pyrenäenberghund ist eine der größten Herdenschutzhund Rasse und kommt auf eine Wiederristhöhe von bis zu 80 cm bei den Rüden und bis zu 74 cm bei den Hündinnen. Das Gewicht varriert zwischen 40 und 70 kg.

Er ist bekannt für sein mittellanges, weißes Fell und hat mit 12 Jahren und länger eine relativ hohe Lebenserwartung für so eine große Hunderasse.

Der Pyrenäenberghund entwickelt eine strake Bindung zu seiner Familie, besonders zu Kindern und anderen Haustieren. Er verfügt über eine hohe Reizschwelle was ihn zu einem tollen Familienhund macht. Voraussetzung ist natürlich eine liebevolle, jedoch konsequente aber niemals harte Erziehung.

#4 Kaukasischer Owtscharka

Kaukasischer Owtscharka
@ themik-depositphotos.com
SteckbriefKaukasischer Owtscharka
HerkunftKaukasus / Russland
Größe / GewichtRüden >65 cm, >50 kg / Hündinnen >62 cm, >45kg
Lebenserwartung12 Jahre
Fell- / Fellfarbelang, dicht, grau in verschiedenen Schattierungen
Charaktereigenschaftenwachsam, selbstständig, anhänglich, furchtlos
Als Familienhund geeignet?bedingt (es ist möglich, bedarf aber konsequnter Erziehung und Sozialisierung -> Erfahrung)

Der Kaukasische Owtscharka ist eine große Herdenschutzhund Rasse aus Russland. Die Rüden sollen bei einer Wiederristhöhe von mindestens 65 cm ein Gewicht von 50 Kg erreichen. Die Hündinnen liegen mit mindestens 62 cm und 45 kg leicht darunter.

Innerhalb ihrer Familie sind Owtscharkas anhänglich, ruhig und ausgeglichen. Gegenüber Fremden sind sie jedoch wachsam und misstrauisch. Bei Gefahr zögern sie nicht und reagieren. Es sind ideale Wachhund e für Bauernhöfe oder Häuser mit großen Grundstücken.

Wie die meisten Herdenschutzhudne ist auch der Kaukasische Owtscharka eigenständig und daher nicht so einfach zu erziehen und daher für Anfänger eher ungeeignet.

Unterm strich kann man jeden Hund zu einem guten Familienhund erziehen. Wichtig sind eine liebevoll, aber konsequente Erziehung sowie vernünftige Sozialisierung. Natürlich ist das mit anderen Rassen deutlich einfach, als mit selbstständigen Herdenschutzhunden wie zum Beispiel dem Kauskasischen Owtscharka.

#5 Slovensky Cuvac

Slovensky Cuvac ist eine große Herdenschutzhundrasse
© lenkadan-stock.adobe.com
SteckbriefSlovensky Cuvac
HerkunftKaukasus
Größe / GewichtRüden >65 cm 36-44 kg, Hündinnen >62 cm 31-37 kg,
Lebenserwartung10-12 Jahre
Fell- / Fellfarbemittellang, weiß
Charaktereigenschaftensanft, unabhängig, treu, freundlich, beschützerisch, wachsam
Als Familienhund geeignet?ja, sofern er vernünftig erzogen und sozialisiert wird

Auch der Slovensky Cuvac gehört zu den Herdenschutzhunde Rassen und stammt ursprünglich aus der Slowakei.

Beim Slovensky Cuvac handelt es sich um einen sehr robusten Hund, der nicht sonerlich anfällig für Krankheiten ist.

Der große Hund braucht eine konsequente aber liebevolle Erziehung. Dies kann durchaus von Anfängern gleistet werden, wenn sie sich beraten und unterstützen lassen. Das kann durch einen Hundetrainer oder auch durch den Züchter erfolgen, der die Rasse bestens kennt.

Wenn der Slovensky Cuvac vernünftig erzogen und sozialisiert ist, eignet er sich ebenfalls als Familienhund.

#6 Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Maremmen Abruzzen Schäferhund
@ Wirestock-depositphotos.com
SteckbriefMaremmen Abruzzen Schäferhund
HerkunftItalien
Größe / Gewicht60-73 cm / 35-45 kg,
Lebenserwartung12 Jahre
Fell- / Fellfarbelang, weiß
Charaktereigenschaftenwachsam, territorial, selbstständig, eigenwillig,
Als Familienhund geeignet?bedingt (Schwierige Charaktereigenschaften wurden durch gezielte
Zucht abgemildert)

Die Aufgabe des Maremmen Abruzzen Schäferhund liegt im beschützen von Viehherden wie zum Beispiel Schafen. Diese Aufgabe führt er eigenständig aus.

Aufgrund der Tatsache, dass er über die Jahrhunderte gelernt hat eigenständig zu arbeiten gestaltet sich die Erziehung denkbar schwierig. Denn Kommandos die in seinen Augen keinen Sinn machen werden nicht befolgt.

Die Rasse ist also im Regelfall nichts für Anfänger.

Insgesamt braucht der Abruzzen Schäferhund relativ viel Auslauf und Beschäftigung. Im Idealfall ein großes Grudstück auf dem er Patroullieren kann.

#7 Malakli

SteckbriefMalakli
HerkunftTürkei
Größe / Gewicht70-81 cm / 60-85 kg,
Lebenserwartung12 Jahre
Fell- / Fellfarbekurz, grau/beige
Charaktereigenschaftenwachsam, territorial, selbstständig, eigenwillig,
Als Familienhund geeignet?nein

Der Malakli wird oft mit dem Kangal verwechselt und ist streng genommen keinen Herdenschutzhund Rasse sondern eher eine Molosser Rasse.

Zur Vollständigkeit, und da man vom Malakli trotzdem immer wieder auch als Herdenschutzhund liest nehme ich ihn, in diese Auslistung mit auf.

Der Malakli wird hauptsächlich als Wachhund und leider auch als Kampfhund eingesetzt.

Es handelt sich um eien sehr eigenwillige und selbstständige Rasse die definitv nicht für Anfänger geeignet ist.

Mit anderen Hunden kommen sie im Regelfall nicht sogut aus.

#8 Südrussischer Owtscharka

Herdenschutzhunde Rassen
@ AntonioGravante-depositphotos.com
SteckbriefSüdrussischer Owtscharka
HerkunftRussland
Größe / GewichtRüden: 65-66 cm / 48-50 kg
Hündinnen: 62-66 cm / 48-50 kg
Lebenserwartung14-15 Jahre
Fell- / Fellfarbeweiß, zottelig
Charaktereigenschaftenwachsam, unerschrocken, anhänglich
Als Familienhund geeignet?

Der Südrussische Owtscharka ist eine Herdenschutzhund Rasse und Hütehundrasse aus Russland die hier noch relativ unbekannt ist.

Diese Rasse gilt als leichter zu führen als die anderen Herdenschutzhunde da er nicht so stark nur auf die Herde geprägt ist sondern ebenfalls an den Menschen bindet. Natürlich ist er wie alle Herdenschutzhunde auch sehr selbstbewusst, und hat einen ausgeprägten Wach- sowie Schutztrieb.

Zu seiner Familie ist der Südrussische Owtscharka anhänglich und würde sie aber ohne zu zögern beschützen.

Wie bei allen Arbeitshunden braucht auch der Südrussische Owtscharka ausreichend Auslauf, Beschäftigung sowie eine vernünftige Sozialisierung.

Trotz seiner Bindung zum Menschen ist die Erziehung der selbstbewussten Rasse nichts für Anfänger und bedarf einer konsequenten und einfühlsamen Führung.

#9 Komondor

Kommondor sind ungarische Herdenschutzhunde
@ Lenkadan-depositphotos.com
SteckbriefKomondor
HerkunftUngarn
Größe / GewichtRüden: 71-76 cm / 50-60 kg
Hündinnen: 64-69 cm / 40-50 kg
Lebenserwartung10 bis 12 Jahre
Fell- / Fellfarbelange, bandartig, weiß
Charaktereigenschaftengenügsam, tapfer, selbstbewusst, eigenständig
Als Familienhund geeignet?

Der Komondor ist wahrscheinlich die auffälligste Herdenschutzhund Rasse. Er ist bekannt für sein zottelig, langes Fell welches in langen Strähnen ähnlich wie Rastalocken an ihm herunterhängt.

Den Komondor soll es bereist seit dem 9. Jahrhundert geben, das zottelige Fell hat sich aber erst tausend Jahre später entwickelt und soll aufgrund eines Gendefekts entstanden sein. Vorher war es glatt und rau.

Der Komondor ist genetisch Verwand mit dem Kuvacz und hat genau wie er die typischen Charaktereigenschaften von Herdenschutzhunden.

Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, ist sehr wachsam und aufmerksam. Gegenüber seiner Familie ist er ausgelichen und ruhig.

Im Vergleich zu vielen anderen Herdenschutzhund Rassen ist der Komondor gut zu erziehen und lernt schnell und gerne. Trotzdem darf man seine Eigenständigkeit nicht unterschätzen. Machen Befehle in seinen Augen keinen Sinn ignoriert er diese auch gerne mal, da er seinen eigenen Kopf hat.

Beim Thema Auslauf stellt er keine besonderen Ansprüche. Regelmäßige Spaziergänge sind im regelfall ausreichend. Wenn er dann ein großes Grundstück hat auf dem er seinen Wachtrieb ausleben kann, ist er glücklich.

#10 Zentralasiatischer Owtscharka

Zentralasiatischer Hütehund
@ solovyova-depositphotos.com
SteckbriefZentralasiatischer Owtscharka
HerkunftRussland
Größe / GewichtRüden: 65-78 cm / 50-79 kg
Hündinnen: 60-69 cm / 40-65 kg
Lebenserwartung12 – 15 Jahre
Fell- / Fellfarbekurz, dicht, schwarz, creme, braun, orange, weiß, reh
CharaktereigenschaftenUnabhänig, Anpassungsfähig, Stark, Wachsam
Als Familienhund geeignet?nein

Der Zentralasiatische Owtscharka ist auch unter dem Namen Alabai (Alabay) bekannt und gehört zu den größen Herdenschutzhunde Rassen. Er stammt ursprünglich aus Zentralasien.

Diese Molosser Rasse wird heute genau wie vor 10.000 Jahren als Schutzhund für Viehherden und den Menschen eingesetzt.

Der Alalbai lässt sich auch von Wölfen oder Bären nicht einschüchtern und stellt sich ihnen mutig und kraftvoll entgegen.

Er ist ein in sich ruhender Riese, der kaum aus der Ruhe zu bringen ist. Sieht er sich und seine Familie allerdings in Gefahr zögert er nicht und greift ohne Vorwarnung an. Daher kann der Alabai in solchen Situationen durchaus eine gefährliche Hunderasse für Fremde sein.

Fremde Menschen sind ihm genau so unwillkommen wie andere Hunde. Er gilt nicht als besonders verträglich mit Artgenossen.

Die erziehung ist allein aufgrund der Größe, Kraft, Eigenständigkeit und der möglichen Aggressionen gegen Fremde nichts für Anfänger un gehört in erfahrene Hundehalterhände.

Aufgrund seiner Tätigkeit als Herdenschutzhund hat er einen hohen Bewegungsdrang. Neben langen Spaziergängen ist ein großes Grundstück irgendwo außerhalb, auf dem er umherstreifen und es bewachen kann ideal.

Es ist keine Hunderasse, die man irgendwo in der Wohnsiedlung halten sollte.

Die Lebenserwartung des Alabai ist mit bis zu 15 Jahren sehr hoch und zeugt von einer robusten Gesundheit.

#11 Mastin Espanol (Spanischer Mastiff)

Spanischer Mastiff gehört zu den Herdenschutzhunden
@ Laures-depositphotos.com
SteckbriefMastin Espanol (Spanischer Mastiff)
HerkunftSpanien
Größe / GewichtRüden: 77-88 cm / 90-100 kg
Hündinnen: 72-88 cm / 52-77 kg
Lebenserwartung10-12 Jahre
Fell- / Fellfarbewolf-sable, brindle, rot, gelb, schwarz
Charaktereigenschaftenselbstbewusst, intelligent, entschlossen, anhänglich
Als Familienhund geeignet?eher ja

Der Spanische Mastiff oder Mastin Espanol ist eine große Molosser Rasse die ursprünglich nicht zum Schutz der Viehherden gedacht waren sondern als Schutzhunde die unter anderem im Krieg eingesetzt wurden.

Später erkannte man aber ihre Fähigkeiten und setzte sie ebenfalls als Herdenschutzhund zum bewachen von Viehherden ein. Sie schützen große Viehherden vor Wölfen, Bären und auch Dieben die es auf die Schafe abgesehen haben.

Berichten zu Folge können 5 Spanische Mastiffs eine Schafsherden von bis zu 1000 Schafen beschützen.

Wie alle Herdenschutzhunde Rassen ist auch der Spanische Mastiff unabhängig und selbstständig, damit er seine Aufgabe bestmöglich erfüllen kann. Daneben ist er auch wachsam und gelassen. Er kann sehr wohl einen Passanten von einem ungebetenen Eindringling unterscheiden und die Stimmung von seinem Besitzer deuten und entsprechend aggieren.

Gegenüber seiner Familie ist er gutmütig und ausgeglichen. Trotz seines ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt hat er eine hohe Reizschwelle was ihn auch zu einem guten Familienhund macht. Kindern gegenüber ist er sanft und verschmust.

Der große Spanische Mastiff braucht durchschnittlich viel Auslauf und Beschäftigung. Tägliche Spaziergänge und mentale Auslastung in Form von Grundgehorsamstraining sind in der Regel ausreichend.

Er lässt sich relativ gut erziehen und arbeitet gerne mit dem Menschen zusammen. Trotzdem ist er für Anfänger allein aufgrund der Größe, Kraft und Selbstständigkeit eher ungeeignet.

Eigentlich gilt die Rasse als robust und unempfindlich. Einzig die Größe und das Gewicht wirken sich negativ auf die Gelenke aus (HD/ED). Bei der Fütterung sollte man vorsichtig sein, da die Rasse zu Magendrehungen neigt. Wie du eine Magendrehung beim Hund verhindern kannst erfährst du hier.

#12 Ciobanesc Romanesc Carpatin

Rumänischer Herdenschutzhund
@ volofin-depositphotos.com
SteckbriefCiobanesc Romanesc Carpatin
HerkunftRumänien
Größe / GewichtRüden: 65-73 cm / 32-45 kg
Hündinnen: 59-67 cm / 32-45 kg
Lebenserwartung12-14 jahre
Fell- / Fellfarbeschwarz-grau, grau, wolf, beige
Charaktereigenschaftenanhänglich, mutig, treu, intelligent
Als Familienhund geeignet?eher nein

Diese aus den Karpaten stammende Herdenschutzhund Rasse wird vorwiegend im Sommer zum Schutz von Schafs- und Ziegenherden eingesetzt.

Seinen Charakter kann man als mutig, treu und wachsam beschreiben. Gleichzeitig ist er souverän, unabhängig und selbstständig. Zukünftigen Besitzern sollte bewusst sein, dass diese Rasse dir nicht jeden Wunsch von Augen abließt und nicht zwingend auf dich angewiesen ist. Trotzdem bauen sie bei vernünftiger Erziehung eine enge Bindung zu ihrem Menschen auf.

Wer einen Ciobanesc Romanesc Carpatin erziehen möchte sollte Erfahrung mit eigenwilligen und selbstständigen Hunden haben. Auch der ausgepärgte Wach- sowie Schutzinstinkt sollte nicht unterschätzt werden.

Auf keinen Fall ist diese Rasse etwas für eine Stadtwohnung. Ein Haus mit großem Grundstück – im Idealfall außerhalb sollte es schon sein.

Wer ihn als Familienhund halten möchte sollte unbedingt für ausreichend körperliche Beschäftigug sorgen. Neben täglichen Spaziergängen ist er ebenfalls als Reitbegleithund verwendbar.

Da die Rasse nicht nach Optik gezüchtet wird, leidet sie auch nicht unter Rassetypischen Erkrankungen sonderm gilt als robust mit einer hohen Lebenserwartung.

#13 Großer Schweizer Sennenhund

Großer Schweizer Sennenhund war früher ein Herdenschutzhund
@ o_sa-depositphotos.com
SteckbriefGroßer Schweizer Sennenhund
HerkunftSchweiz
Größe / GewichtRüden: 65-72 cm / 60-70 kg
Hündinnen: 60-68 cm / 50-60 kg
Lebenserwartung10 bis 11 Jahre
Fell- / FellfarbeKurz, 3-farbig, schwarz, weiß, braun
Charaktereigenschaftenaktiv, anhänglich, arbeitswillig, freundlich
Als Familienhund geeignet?ja

Der Große Schweizer Sennenhund wird seit über 2000 Jahren in den Schweizer Alpen als Haus-, Hof und Wachhund gezüchtet und gehalten.

Der Große Schwizer entstand unter anderem durch Verpaarungen von einheimischen Hunden mit großen Molosser Rassen wie den Spanischen Mastiffs.

Da der Große Schweizer Sennenhund früher ebenfalls zum bewachen und beschützen von Viehherden eingesetzt wurde, wird er ebenfalls in dieser Aufzählung der Herdenschutzhunde gennent. Auch wenn es kein klassischer Herdenschutzhund ist.

Große Schweizer sind anhängliche und freundliche Hunde die am liebsten in der Nähe ihrer Menschen sind, Sie brauchen tägliche Spaziergänge um glücklich und gesund zu sein.

#14 Berner Sennenhund

Berner Sennenhunde gehörten früher zu den Herdenschutzhunderassen
Mikkel Bigandt-stock.adobe.com
SteckbriefBerner Sennenhund
HerkunftSchweiz
Größe / GewichtRüden: 61-70 cm / 36-50 kg
Hündinnen: 58-66 cm / 36-50 kg
Lebenserwartung7-9 Jahre
Fell- / Fellfarbelang, schwarz mit Brand und weißen Abzeichen
Charaktereigenschaftenwachsam, gutmütig, anhänglich, selbstsicher
Als Familienhund geeignet?Ja

Der Berner Sennenhund ist genau wie der Große Schweizer eine alte Hunderasse aus den Schweizer Alpen. Auch wenn es nicht sein Haupteinsatzzweck war, diente er unter anderem als Herdenschutzhund.

Das Fell des Berner Sennenhundes ist lang und dicht. Es braucht viel Pflege und muss regelmäßig gebürtet werden, damit es nicht verfilzt.

Der Bewegungsdrang des Berner Sennenhndes ist eher leicht unterdurchschnittlich. Tägliche Spaziergänge sind perfekt um ihn müde zu machen. Er zieht auch gerne mal einen Bollerwagen oder die Kinder wenn sie im Go-Kart sitzen. Er mag Aktivitäten bei denen er seine Kraft einsetzen kann. Alles was mit Tempo, Renne und Agility zu tun hat ist nicht so sein Ding.

Der Große Nachteil des Berner Sennenhundes ist die extrem kurze Lebenserwartung von 9 Jahren – meist aber geringer.

Fazit: Herdenschutzhunde Rassen

Die meisten reinen Herdenschutzhunde sind eigenständig und durchsetzungsstark mit einem ausgeprägten Wach- sowie Schutztrieb und weniger als Familienhunde im Alltag zu empfehlen. Es gibt aber Hunderassen wie die Sennenhunde die u.a. auch zum Schutz von Herden eingesetzt wurden, die sich sehr wohl für den Alltag in der Familie eignen.

@ robertbradley-depositphotos.com (Beitragsbild)

Gründer und Autor von die-hunde.com

Marco

Ich bin Marco und lebe mit meiner Familie und unseren 3 Hunden (1 x Cane Corso und 2 x Broholmer) im Münsterland. Auf diesem Blog möchten wir unser Wissen und unsere Erfahrungen rund um das Thema Hunde teilen.

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